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Die Hochzeit von Laura und Jakob war für mich die erste Hochzeit gewesen, die völlig traditionsfrei war. Ich kann mich noch gut an unser erstes Telefonat erinnern, wo Laura gleich am Anfang sagte „Wir wollen keine Standardhochzeit und keinen Fotografen, der Standardbilder macht“ „OK, das bekommen wir hin!“, sagte ich.

Eine Hochzeit ohne Traditionen finde ich inspirierend und sehr mutig, denn es gab keinen festgelegten Ablaufplan, keine Deko, kein Tortenanschnitt, Baumstammsägen, Herz durchschneiden und Brautpaartanz.

Und da auch mich viele Nachrichten dazu erreicht haben, dachte ich mir, ich interviewe die beiden.

Wie kamt ihr als Berliner auf die Idee an der Ostsee zu heiraten?

Ich (Laura) hatte zwar nie eine konkrete Vorstellung von meiner Hochzeit, aber was ich schon immer wusste war, dass sie am Wasser stattfinden soll – das war sozusagen DIE Grundvoraussetzung. Ich habe irgendwie eine besondere Bindung zum Wasser, vor allem zum Meer – es ist eine Art Kraftort für mich. Als es dann an die Hochzeitsplanung ging, war meine erste Suchanfrage bei google „Heiraten an der Ostsee“ und so nahm dann alles seinen Lauf 🙂

Ihr habt mir von Anfang an mitgeteilt, dass es keine Standardhochzeit geben wird. Was hat euch dazu bewegt?

Erst einmal waren wir bereits 5 Jahre verlobt, bevor wir dann wirklich geheiratet haben – auch das ist ja schon gar nicht Standard 😉 Als wir uns dann Gedanken zur Gestaltung unserer Hochzeit machten, war die wichtigste Frage für uns „Was wollen wir?“ und eben nicht „Wie macht man das üblicherweise?“, denn ein „man“ gibt es in unserem Leben generell nicht. Dabei stellten wir dann fest, dass wir glücklicherweise beide diese ganzen traditionellen Abläufe überhaupt nicht mögen. Ich habe mich als Braut sogar gegen einen Brautstrauß entschieden, einfach weil ich auf Blumen keinen Wert lege und ihn eher als störend statt als schöne Ergänzung empfunden habe. Es ging uns also nicht prinzipiell darum Traditionen zu brechen, sondern schlichtweg das Bestehende bewusst zu hinterfragen und nach unseren eigenen Wünschen und Regeln zu heiraten – schließlich war es UNSER Tag. 

Meistens werden Hochzeiten groß gefeiert. Warum ward ihr nur 9 Leute?

Auch bei diesem Thema haben wir wieder nur auf unser Herz gehört. Wir haben beide die Augen geschlossen, uns diesen Tag vorgestellt und uns dabei gefragt, wen wir wirklich dabei haben möchten. Es kam heraus, dass wir es am allerschönsten fänden, wenn nur unsere Eltern und Geschwister dabei wären und so haben wir es dann auch in die Tat umgesetzt. Leider gab es Menschen, die von dieser Entscheidung enttäuscht oder sogar gekränkt waren, weil sie gerne ein Teil dieses Ereignisses gewesen wären – z.B. Lauras Oma oder ehemals enge Freunde. Das waren dann keine einfachen Gespräche, die darauf folgten, aber wir wissen, dass wir ganz allein für unser Glück verantwortlich sind und standen daher hinter unserer Entscheidung. Und jetzt im Nachhinein wissen wir erst recht, dass wir genau richtig entschieden haben, denn unsere Hochzeit war perfekt.

Wie wichtig war es euch, dass der Fotograf euch den ganzen Tag begleitet hat?

Für uns war es von Anfang an klar, dass der Fotograf den ganzen Tag dabei sein soll, denn schließlich beginnt die Hochzeit nicht erst mit der Trauung, sondern bereits beim Aufstehen mit dem Gedanken „Heute heiraten wir“. Außerdem wollten wir keine gestellten Fotos, die im schlimmsten Fall noch unter Zeitdruck entstehen, weil man den Fotograf nur für ein paar Stunden gebucht hat. Die schönsten und echten Bilder entstehen aus dem Moment heraus und das funktioniert nur, wenn der Fotograf einfach die ganze Zeit dabei ist.

Ein besonderer Moment für mich waren eure Ehegelöbnisse. Für standesamtliche Trauungen eher untypisch. Was hat euch dazu inspiriert?

Ehrlich gesagt wussten wir gar nicht, ob das bei einer standesamtlichen Trauung üblich ist oder nicht. Auch das haben wir gemacht, weil wir es wollten.

Welcher Moment an eurer Hochzeit war der Schönste?

Es war ein durchgehender Lieblingsmoment, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen – weil uns der Gedanke getragen hat, dass alles, was passiert, wundervoll ist.

Wie fühlt es sich jetzt an eure Hochzeitsbilder anzuschauen?

Unsere Herzen und Augen strahlen vor Glück, Freude und Dankbarkeit. Die Bilder ermöglichen es uns, immer wieder diese besonderen Gefühle zu spüren, die an diesem Tag erweckt wurden. Dies verdanken wir definitiv auch der großartigen Arbeit unserer zauberhaften Fotografin. Durch ihre originellen Ideen hat sie viele einzigartige Momente kreiert und diese dann in wunderschönster Weise festgehalten. 

Die Hochzeitsbilder findest Du hier: https://jenniferthomas-fotografie.de/gallery/laura-jakob/

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